70.3 Ironman Zell am See

Mein Saisonhöhepunkt war die 70.3 Distanz in Zell am See, am 26.August 2018. Nach der doch etwas längeren Pause über die letzten Jahre, wollte ich heuer wieder eine Halbdistanz in Angriff nehmen. Dieses Rennen hatte ich ja 2014 in meiner ersten Triathlonsaison schon gemacht. Es ist ein sehr schöner, idyllischer Ort, den ich immer mit einem super Homestay bei meiner Physiokollegin Lisa verbunden habe!

Das Training dorthin verlief etwas schwankend, immer wieder kamen Hoch und Tiefs. Aber ja mittlerweile kenne ich meinem Körper und vor allem mein Umfeld, weiß Bescheid wie sie dann mit mir umgehen müssen. Hier auch noch tausend Dank für die Geduld an meinen Trainer Heinrich. Es ist ja eine sehr sehr spannende und lehrreiche Zeit, die Vorbereitung auf so ein Event.  Ich glaube diese vielen Stunden im Training und die Grenzerfahrung in einem Wettkampf, der Umgang mit dem Schmerz und dieser eiserne, unbändige Wille es durchzuziehen bringt einem in vielen Lebenssituation weiter. Dies ist auch der Grund warum sich viele, solch einer Herausforderung stellen.

Aber nun zum Wettkampf ❤ Die Wetterkurve beobachtend, war eigentlich absehbar, das es ein kühleres Wetter geben wird. Ich war aber sehr angespannt in der Woche des Rennens, das diese Auseinandersetzung eigentlich keinen Platz mehr in meinem Kopf hatte. Am Samstag früh ging es mit dem Auto los, die Rennbesprechung war auf 10:00 Uhr morgens angesetzt. Bei der Hinfahrt mussten Oliver und ich früher von der Autobahn abfahren, wegen Verkehrsbehinderungen und nutzen die Situation gleich um die Radstrecke zu besichtigen. Eigentlich war uns nur der Anstieg auf den Filzensattel wichtig (1.280hm). Mein Bruder gab mir noch einige Tipps wegen dem neuen Rad und wie wir am Vortag schon sahen, die Strassen waren nass und der beginnende Nieselregen machte es nicht besser. Beruhigend war, das ich seit heuer ein Rad mit einer Disc Bremse hatte, danke Oliver für die optimale Zusammensetzung und ständige Wartung des Rades #bestbrother ❤

Am Areal der Ferry-Posch Arena trafen wir uns mit Anna, Katharina und Laura, die ebenfalls für die Halbdistanz angemeldet waren. Ich traf auch viele Sportkollegen von Trainingslagerzeiten, was mich auch sehr freute. Es war irgendwie heuer anders, ich war sehr sehr fokussiert und lies eigentlich nur mehr die Worte von Oliver und Andi die Tage zuvor und am Wettkampftag zu. Kannte das eigentlich gar nicht, aber dieser Focus war gut, gerade weil die Wetterbedingungen immer schlechter wurden. Die beiden holten mich runter, machten mich ruhiger und dank deren Erfahrung erleichterten sie mir den Wiedereinstieg. Permanenter Dauerregen hatte sich mittlerweile in Zell am See eingefunden. Ich war auch froh wie wir vom Gelände des Ironman wieder weg kamen, zurück zu unserem super Homestay bei Lisa. Danke dir nochmals, ihr drei macht uns immer so eine geniale Zeit im Salzburger Land. Bei so tollen Freunden vergisst man fast darauf, das der nächste Tag ein besonderer werden soll! Wir gingen nun noch kurz ein bisschen Aktivieren und alles lief super nach Plan.

Raceday – that`s what you are waiting for ❤ Der Start war für 11:00 Uhr angesetzt. Da wir in Maishofen nur ca 10min vom Ort des Geschehens entfernt waren, lief es entspannt ab. Morgendliches relaxedes Frühstücken mit viel Ablenkung und dann ging es los. Mein Focus war echt stark an diesem Tag, den ich lies wirklich nur mehr Gespräche von Oliver und Andi zu – TAUSEND DANK an euch zwei #ohneeuchungmöglich. Auch meine Mum kam nach Zell am See, genauso Sybille und Manuela, was mich unendlich freute. Für mich ist es wahnsinnig schön zu sehen, wenn wer vor Ort ist, da mich das mental irrsinnig pusht während eines Wettkampfs. Gerade auf der Laufstrecke unendlich viel Wert solch ein Support. Jeder der so etwas schonmal gemacht hat, dem ist klar wovon ich rede. Kaum im Strandbad Schüttdorf angekommen, hallte es schon über die Lautsprecher – Radfahren gecancelt. Gut das ist Fakt, ich hab nichtviel mehr darüber nachgedacht und es einfach so hingenommen. Was soll ist ja für alle gleich. Mein einziger Gedanke war nur, das ich etwas alleine sein wollte und nicht im Trümmel bleiben bis um 13:30 Uhr die erneute Startzeit festgelegt wurde. Der Focus blieb und die Vorbereitungen kurz vorm Start waren gut. Wir sind ja schon ein eingespanntes Team und darum verlief alles reibungslos. Nur den Wellenstart kannte ich nicht und kam etwas zu spät hin, darum waren die schnellen Schwimmgruppen weg bzw ich kam nicht mehr hinein. Keine Panik – einfach das beste draus machen.

Ich lernte im Getümmel eine irsinnig nette Britin kennen, Heather und wir plauderten so dahin, verkürzten uns die Wartezeit und lenkten uns gegenseitig ab. Das Feeling vom Massenstart geht schon ab durch den Rolling Start. Wir kamen in so Art Kabinen und dann ging es los. Natürlich kam es so wie so kommen musste, ich war hinter einem „gemütlich“ Schwimmer gelandet. Es dauerte einige Zeit bis ich das so richtig verinnerlicht hatte und ich auch wegkam. Dennoch verlief das Schwimmen gesamt deutlich ruhiger und als Teilnehmer muss ich sagen, das diese Änderung gut ist. Ich hatte einen guten Rhythmus, aber merkte auch das die Schwimmzeit nicht so gut war wie erwartet. Im Nachhinein betrachtet hätte ich von Anfang an einfach mehr pushen können, da ich durch meine neue Schwimmgruppe deutlich an Speed gewonnen habe. Gut der Wechsel direkt auf den Halbmarathon nach dem Schwimmen war komisch, nie geübt aber einfach durchziehen ❤ Irgendwie verstellte ich meine Uhr wieder, aber gut auch dies irritierte mich nicht mehr wirklich! Es ging los BÄMMM soviel gearbeitet am Laufen im heurigen Jahr und der Kurs nach Thumersbach, die engen Gassen in Zell am See, verschiedene Untergründe machten es spannend. Gleich sah ich meine Family mit Sybille und Manuela und in der nächsten Kurve kamen gleich Anna, Daniel, Kathi und Laura. Es pushte mich unheimlich, auch wenn ich nicht mehr soviel kommunizieren konnte. Konzentriert und mit ganz viel Leidenschaft ging es dem Kurs entlang. Es war echt spannend, hart aber eine unendliche Erfüllung diesen Sport wieder ausüben zu können. Der Triathlon ist ein ganz große Passion, der mich täglich erfüllt und mir soviel Spass macht. Die Wetterbedingungen gut, die machten vielleicht an dem Tag nicht viel Spass aber man kann es ausblenden 😉 Die erste Runde am Laufkurs ging gut, ich war zufrieden und voller Euphorie. Wie es so ist, war die zweite Runde knallhart, die engen Kurven im Ort Zell am See, die kleinen bittersüssen Anstiegen waren, trotz schlechten Wetters mit wahnsinnig vielen Zuschauern übersät. Diese einzigartige Menge pusht einem nach vorne. Am Laufkurs, gerade im letzten Teil des Halbmarathons, ich dachte immer an den #bash #doublebash hehe kleinen motivierenden Worte die mir mein Bruder noch kurz vorm Bewerb sagte. Genauso wie die Worte „das schlechte Wetter dezimiert nur die Gegner“. Ja und lief ich dahin, gerade der gefühlt ewig Anstieg nach Thumersbach, die kleine Waldrunde dort war eine gefühlte Ewigkeit. Die einzigartige Atmosphäre am Zellersee konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wahrnehmen, nur mehr den Wind und meinen Willen endlich wieder über die Ziellinie zu kommen ❤

Dieser Zieleinlauf ist einfach sehr sehr genial in Zell am See. Kurz davor sah ich noch Oliver, Sybille und Manuela und im Zielkanal warteten Anna und Daniel. Es war sehr einzigartig, dieses Mal war es ein sehr besonderes Finish, das mich sehr zu Tränen rührte. Ich bin sehr zufrieden und glücklich diese Halb – Halbdistanz mit einem 9AK Platz gefinisht zu haben. Klar das Radfahren hat gefehlt und hätte es sicherlich spannend gemacht, da ich mich mittlerweile sehr wohl in dieser Disziplin fühlte. Aber es kommen noch genügend Wettkämpfe, die dann alle drei Disziplinen beinhalten! Danke an alle die an mich geglaubt haben und mir in vielerlei Hinsicht geholfen haben ❤

you all made my day unforgetable

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Autor: sportphysioelke

Physiotherapeutin, Sportphysiotherapeut, Triathletin

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