Obertrum Triathlon

Ein Triathlon Wochenende der besonderen Art ist es immer wieder in Obertrum. Dort habe ich meinen allerersten Wettkampf bestritten und deswegen besondere Erinnerungen, auch mein erstes DNF hab ich dort bitter erleben müssen, ebenso wie die widrigsten Wetterbedingungen. Aber weise Sprichwörter sagen ja, man muss sich dessen immer wieder stellen 😉

Der Ausdauersport erfordert oft sehr viel Selbstdisziplin und Ausharren, da es ein langer, ja jahrelanger Prozess ist. Was ja schön sein kann, aber auch oft Kräfteraubend. Nach meiner längeren Auszeit, hatte ich immer wieder Probleme im Training. Die Intensitäten liefen einmal genial und dann kam wieder der Fall. Dies alles ist oft nicht so leicht gewesen, aber ich sehe vor allem die Freude am Sport, der Ausgleich von meinem Job und die vielen lieben Leute die ich dabei kennengelernt habe! Man darf niemals den Focus verlieren, deswegen großen Dank auch an meinen langjährigen Trainer Heinrich, der trotz Tiefphase nie die Hoffnung an mich verloren hat. Auch der Wechsel ins Tri Team Wels, war optimal. Die Trainingsgruppe ist super, es macht verdammt viel Spass und wir Mädels (Anna, Katharina und ich) schlagen uns da super durch 😉

Gut aber nun zu Obertrum. Der Start zur Sprintdistanz ist immer am späten Nachmittag, was bedeutet, gemütliche Anreise und keinen morgendlichen Stress. Dies ist optimal für meinen Körperrhythmus. Ein wenig bangen mussten wir mit dem Wetter, aber auch dies bewies sich als optimal am Samstag. Oliver, Sibylle und die drei kleinen Haider Mädels waren dabei (vielen vielen Dank dafür, ihr müsst mich die Tage vor so einem Wettkampf immer aushalten) DANKE ❤ ich weiß es ist nicht immer so leicht mit mir und meinen ganzen pre race dasein!

Im neuen Race Outfit ging es zu dem Startbereich, noch mit dicker Jacke eingepackt. Einschwimmen im Trumer See, die ganzen Algen hehe … ja gehört einfach dazu, ich hatte ein gutes Gefühl, erwartete mir aber nicht zuviel und stellte mich beim Schwimmstart, wie besprochen vorne hin. Es war ein sehr ruhiges Schwimmen, leider verpasste ich die schnelle Gruppe wieder und es war eher ein moderater Start. Perfekt wäre es für mich gewesen, wenn ich die Männer vom Team bei mir gehabt hätte beim Schwimmen, aber Frauenwelle 😉 Bei so einem Start in der dritten Welle, tut ist schon so einiges im See 😉 Gut nun war diese Disziplin vorbei und es ging ab aufs Rad, ich freute mich schon auf den selektiven Kurs. Mein neues Rad ist nun auch mit Auflegern ausgestattet und es musste ja dahin gehen, merkte auch das es für meine Verhältnisse echt gut läuft. Das Wetter wurde immer besser und nur eine Abfahrt war noch etwas nass, die in den Ort hinein. Ansonsten fetzte es nur dahin und ich merkte, es läuft einfach wieder mal so wie ich wollte, was mich extrem freute!

Die vielen Gesichter entlang der Strecke in Oberturm sind sehr motivierend, es gibt fast kein Plätzchen wo niemand steht, beim Radkurs und auch beim Laufen. Im Vorhinein hatte ich mir die Zeiten der Jahre zuvor etwas angesehen und wusste es passt mit dem Radsplit, immerhin hatte ich kein Zeitfahrrad mehr und das Canyon leistete super Dienste (big love <3). Gut runter vom Rad und auf in die Wechselzone, ich merkte bei den Frauen standen echt noch nicht soviel Räder drinnen und war so überrascht wie noch nie. Neue Situation 😉 Sofort musste ich an meine Teamkollegin und gute Freundin Anna denken, die letztes Jahr eine so tolle Saison hatte und Laufen war ihre Stärke! Ich wünsche ihr das es endlich wieder aufwärts geht! Mit diesen Gedanken versuchte ich diese gefühlte ewig dauernde erste Steigung anfangs in Angriff zu nehmen. Mittlerweile war es echt warm geworden, aber gut die 5km sind ja nicht mehr lange! Bei der Aktivierung in der Woche davor lief es erstmals heuer super, aber im Wettkampf konnte ich definitiv meine Laufleistung wieder nicht abrufen. Dennoch man muss es nehmen wie es ist #never #stop #puhsing dachte ich mir und so lief ich den Kurs dahin.

Man erlebt wirklich sehr sehr viele Gedankengänge in so einem Wettkampf, gerade wenn noch nicht soviel los ist auf dem Kurs. Die schmalen Gassen in Obertrum wurden so gut es noch ging dahingelaufen. Pace war konstant und dies ist auch schonmal wichtig, man kann sowieso nicht mehr schneller als an dem Tag drinnen ist! Immer wieder sammelte ich gerade in der zweiten Runde einige auf und dies gab mir Zuversicht für den 70.3 Ironman! Bald ist es ja soweit ❤

Schwups schon war ich im Ziel, es geht wirklich immer weit zu schnell. Gleich kam ein Mädel mit der Medaille her, eine andere nahm mir den Chip ab und noch eine machte mir ein Red Bull auf und gab es mir voller Euphorie. Die Kohlensäure tat meinem Magen nicht so gut, so kurz nach dem Wettkampf. Oder waren es der Gelkonsum #firstworldproblems 🤪 Ich war sehr stolz auch im Triathlon endlich meinen ersten AK Podestplatz erreicht zu haben und das auch bei diesem Rennen!

DANKEN möchte ich vor allem meine Bruder Oliver, Sibylle, meinen Mädels und Andi 🙋‍♀️❤️☺️ you all made my day 😘

Autor: sportphysioelke

Physiotherapeutin, Sportphysiotherapeut, Triathletin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s