DEHNEN – was ist wirklich dran ;-)

Bei Sportveranstaltungen, bei Wettkämpfen sieht man immer wieder Sportler dehnen, jeder macht es irgendwie und es soll ja gut so, hört man ja von allen. „Nun gut, legen wir mal los!“ lautet die Devise bei den meisten – tun ja alle,
aber was steckt wirklich dahinter 😉 Immer häufiger wird das Dehnen ja in Frage gestellt, nun ein paar Fakten aus physiotherapeutischer Sicht dazu!

statisches Dehnen: 45 – 90 sec in einer gehaltenen Position verbleiben, an der Schmerzgrenze!
Ziel ist es eine Steigerung der Beweglichkeit zu erzielen, wichtig dabei ist zu Wissen das die Gefahr von Entstehungen von Mikroverletzungen vorliegt und somit Muskelkater und -verletzungen begünstigt werden können!

dynamisches Dehnen: den Bewegungsumfang immer größer werden lassen, jedoch nicht an die Schmerzgrenze gehen
–> erhöht die Durchblutung und Stoffwechselsituation + Erhöhung der Dehnfähigkeit des Muskels und seiner Faszien! Es fördert kurzfristig die Reduktion von Dysbalancen, aber keine Beweglichkeitsverbesserung kann hier erziehlt werden!

 

Fakten und Mythen

muskuläre Dysbalancen können mit Dehnen nicht verändert werden, es zählt hierbei alleine die Kräftigung der Antagonisten, sowie ein Krafttraining mit großen Range of Motion. Zweckgemäßes Krafttraining steigert ebenfalls die Beweglichkeit!

eine Verletzungsprophylaxe ist leider nicht möglich, einige Studien zeigen auch das hier ein Muskelkater provoziert werden kann. Vor allem ein großes Risiko zeigen Sportarten mit schnellen Geschwindigkeiten und kurzen Belastungen – hier sollte man NICHT direkt nach dem Training Strechting machen, sondern eine separate Einheit dafür verwenden!

Aufwärmen im Sport mit einem allgemeinen Teil und sportartspezifisch macht immer Sinn, hat aber mit dem Dehnen nichts gleich zu tun 😉

im Gesundheitssport ist das  dynamische Dehnen sehr wichtig, ebenfalls in der Physiotherapie, da es die Beweglichkeit erhält und steigert! Gerade bei Bewegungseinschränkungen im orthopädischen und traumatologischen Bereich arbeite ich gerne mit Mobilisationen im „Range of Motion“ – das Heimprogramm ist immer individuell, aber enthält oft auch gerade dieses dynamische Dehnen in gewissen Muskelgruppen und eine verbesserte Stoffwechselsituation zu erzielen!!

 

Quellen
Studie Dr.Moosburger

Dehnen und Leistung – Primär psychopysiologische Entspannungseffekte

Does pre-exercise static stretching inhibit maximal muscular performance? A meta-analytical review

 

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Autor: sportphysioelke

Physiotherapeutin, Sportphysiotherapeut, Triathletin

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