Fragen über Fragen ;-)

Ich mache seit 2008 Triathlon, habe ganz klein angefangen mit Sprintdistanzen und mich letztendlich bis 2014 zum Ironman hochgearbeitet. Das Training verlief großteils gut und schmerzfrei. Zu Beginn hatte ich immer wieder Probleme mit dem „Piriformis“ Syndrom … bekam dann Therapien und Einlagen,  selbst hab ich noch viel Athletik/Stabilisationstraining + Dehnen gemacht und alles gut in den Griff bekommen!! Weiters zu erwähnen dass ich einen sitzenden Beruf habe, den Triathlonsport als guten Ausgleich sehen und ein Trainingspensum von 7 – 15h/Woche habe, je nach Periodisierung!

Michi H aus Graz, AK 30-34

Fragen am mich als Sportphysiotherapeut

Wieso bekomme ich nach Laufintervallen häufig Schmerzen in der linken Wade bzw Neuerdings auch in der linken Fußsohle (Fersensporn)? Nach dem „Rollen“ (Faszienrolle) bzw einem Tag Laufpause ist es besser, kommt aber immer wieder und wenn ich nicht entsprechend pausiere, wird’s immer blöder!!!

Einlaufen lange genug gemacht und auch im regenerativen bis Grundlagenbereich? Gerade jetzt bei den kalten Temperaturen und Minusgraden, braucht die Muskulatur oft länger zum „warmwerden“, ein Tipp 15min Grundlagenbereich Einlaufen, dann dynamisches Bewegen / Dehnen der gesamten Unteren Extremität (Hüfte, Kniegelenk, Sprunggelenk) für 5min und dann noch 5-10min Lauftechnik (Focus auf Fussgelenksarbeit, Tribbeling, Anfersen, Seitssteps) und va Ausfallschritte und „leichte Sprünge“ die die „Schwungbeinphase“ beim Laufen anbahnen 😉 Aus physiotherapeutischer Sicht wäre auch ein Cool Down, im gleichen Sinne notwendig nach intensiven Intervallen für ca 10min!

Schuhwerk? schon abgenutzt? Probiere bitte mal, dass du die Schuhe (ohne, dass man drinnen steht 😉 ) Abrollen imitierst, rollen sie dann noch gerade oder kippen die Schuhe nach links / rechts? Wenn ja, Schuhe wechseln!! Schuhwerk neu? Viel Abwechslung und Tragen verschiedener Schuhe hilft, nicht Markenbedingt, zB Minimalschuhe, Stabilitätsschuhe, Trailschuhe bzw mit wasserfestem Material für die jetztige Regen/Kältezeit usw – gibt alles verschiedene Reize über die Reflexbahnen hin zum Gehirn und wieder zurück!

Fersensporn JA – NEIN? Per Definition wäre dass ja ein dornartiger, knöcherner Sporn am Ansatz einer Sehne / Sehnenplatte der Fusssohle. Der Auslöser wäre ja eine lang andauernde Überbelastung der Sehne bzw Mikroeinrisse und diese immer wiederkehrende Entzündung würde dir die Schmerzen verursachen! Morgenschmerzen?? (Beim Fersensporn schwillt der Schleimbeutel in der Nacht stark an, deswegen die Beschwerden beim ersten Auftreten) Hört der Schmerz sofort nach der Belastung auf?? Auf hartem Boden mehr Symptome?? Wenn ja – zurück zum Arzt und genauere Abklärung mit Röntgen!

–> Aus meiner physiotherapeutischer Sicht, und lt deiner Beschreibung liegt es aber eher an einer Muskulären „Überreizung“ die du mit mehr „erweiterten Aufwärmen“ und auch „Cool down“ direkt noch in den Lauf miteinbezogen, wie oben erklärt, gut in den Griff bekommst und damit deine Laufökonomie verbesserst! Weiters wäre es auch sinnvoll, die Intervalle, einmal auf einem weichen Untergrund zB im Park (schonender für den Fuss) zu probieren. Die regenerativen Massnahmen weiter so machen, dass ist super!!! Auch vielleicht mal ein basisches Bad einbauen 😉 Und man muss auch bedenken, dass die intensiven Intervalle, auch für den Körper eine starke Belastung sind, aktiver (muskulär), passiver Halteapparat (Gelenke, Bänder, Knochen) und Neurodynamisch (Nerven bzw Nervenleitbahnen)!

 

 

Autor: sportphysioelke

Physiotherapeutin, Sportphysiotherapeut, Triathletin

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